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Auszeit in der Alten Schule in Fürstenhagen

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In der vergangenen Woche haben wir uns zwei Tage Auszeit gegönnt. Per Zufall sind wir auf die Alte Schule in Fürstenhagen (Meck-Pom, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) aufmerksam geworden. Mitten auf dem Land liegt diese Perle.

Auf der Fahrt dahin, vorbei an immer kleiner werdenden Dörfern fragt man sich, ob da tatsächlich noch was kommt. Auch der Ort ist recht unscheinbar. Uns hat natürlich die Küche angezogen, mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem Michelin-Stern. Und das auf dem Land – das wollten wir uns unbedingt ansehen.

alteschule2Wir haben dort ein 5 Gänge-Menü und eine Übernachtung gebucht. Obwohl Fürstenhagen gerade mal 1 bis 1,5 Stunden von Berlin entfernt ist, wollten wir nicht nach dem Abendessen mitten in der Nacht nach Hause fahren und ein Tapetenwechsel ist ja auch was Feines.

Auf einem kleinen Hügel gelegen, direkt neben der Kirche steht die Alte Schule. Diese besteht zum einen aus einem Landhotel, das sich sowohl für Paare als auch Familien eignet.

Das neu erbaute Gästehaus beherbergt zehn Zimmer, die dank ihrer Maisonettenbauweise hell und lichtdurchflutet sind. Dank separater Schlafbereiche für Eltern und Kinder verfügen die neuen Räumlichkeiten über besonders viel Platz für Familien. Eine tolle Aussicht vom Balkon auf die Landschaft ist inklusive.

Wir haben als Paar ein Zimmer direkt in der Alten Schule gebucht. Die Zimmer sind im Landhausstil eingerichtet und erfüllen alle Ansprüche, die es für eine erholsame Nacht braucht. Das Gebäude war tatsächlich früher eine Schule. Die ehemaligen Klassenzimmer bilden das Restaurant, während acht Nebenräume zu behaglichen Hotelzimmern umgestaltet wurden.

Das Konzept zieht sich durch das gesamte Haus bis in das Restaurant. Es ist liebevoll umgesetzt, ohne zu sehr in den Vordergrund zu rücken.

Vor dem Essen haben wir noch einen kurzen Rundgang durch das Bauerndorf gemacht, waren aber in 20 Minuten bereits durch. Für die verbleibende Zeit haben wir den Sonnenuntergang auf einer Bank am See genossen – herrlich romantisch…

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Nun zum Essen. Auf der Webseite heißt es: „Als Grundlage unserer kulinarischen Genüsse legen wir wert auf hochwertige Zutaten: Feine Kreationen aus Wild der heimischen Jagdgefilde, fangfrischem Fisch der Seenplatte, erlesenen Waldpilz- und Naturkräutergattungen sowie frisches Obst und Gemüse in ökologischer Gartenqualität heben unsere renommierte Sternegastronomie hervor.“ Das unterschreiben wir sofort. Ausgezeichnetes Essen, alles aus der Region, raffiniert interpretiert. Wir hatten bei der Reservierung vermerkt, dass ich nicht alles essen kann aufgrund der Schwangerschaft. Darauf wurde wirklich bei jedem Gang Rücksicht genommen und eine Alternative angeboten bzw. so zubereitet, dass das Fleisch nicht mehr rosa aber dennoch zart war.

Unser 5-Gang-Menü sah wie folgt aus:

Vorspeise

Steckrübe/ Karotte/ Tofu

Zwischengangalteschule3

Pommes/ Rot/ Weiß (Dreierlei Kartoffel, darunter auch rote Kartoffeln)

Flusskrebs/ Eukalyptus/ Kohl (für mich gab es eine Variation mit Pilzen)

Hauptgang

Flussbarsch/ Sellerie/ Sonnenblumenkerne/ Zwetschkenessig

bzw.

Wildente/ Schwammerl/ Lauch/ Hagebutte

Dessert

„Linzer Torte“ Nuss/ Preiselbeere

Dazu gab es noch verschiedene Grüße aus der Küche, u. a. mit Rote Beete, Rosenkohl-Süppchen und mehr.

Die moderne Küche von Chefkoch Daniel Schmidthaler ist leicht, sehr kreativ und besonders den Produkten der Region verbunden.

Der Service war sehr aufmerksam aber dezent. Nichts ist schlimmer, als wenn nach jedem Gang der Service nachfragt, wie denn das Essen war.

Die Nacht war ruhig und erholsam, die Kirche nebenan schien in der Nacht nicht zu läuten oder aber wir haben so tief geschlafen, dass wir diese nicht gehört haben.

alteschule4Das Frühstück am nächsten Tag war das beste Frühstück, dass wir je hatten. Komplett ausgewogen mit frischem Obst, Quark, Müsli, leckerem frisch gebackenem Brot und Brötchen, himmlischer selbstgemachter Marmelade, Wurst- und Käseauswahl, Lachshäppchen und vielem mehr. Der Tisch war reichlich gedeckt, aber nicht überladen. Und auch hier war der Service äußerst zuvorkommend, machte mich sogar darauf aufmerksam, was ich davon getrost essen kann, weil es zum Beispiel kein Rohmilchkäse ist.

Für uns eine tolle Auszeit, rundum gelungen und absolut empfehlenswert. Preis Leistung stimmen. Wir wiederholen das gern!

Ausflugstipps:

Die Naturtherme Templin ist ganz in der Nähe, hier lässt sich gut ein halber Tag in der Therme verbringen oder das Wellness-Programm nutzen. Auch eine Stadtbesichtigung von Templin ist zu empfehlen.

Wer lieber Action mag, der kann eine Quadtour durch die Feldberger Seenlandschaft machen. Wir haben hier vor 2 Jahren eine Quadtour mitgemacht, die mit keiner anderen mithalten konnte. Kleine Teams, tolle Landschaft.

Weitere Ideen für ein Rahmenprogramm finden sich direkt auf der Webseite.

Adresse und Reservierung – es empfiehlt sich unbedingt, für das Essen zu reservieren.

Alte Schule Fürstenhagen
Zur alten Schule 5 – Ortsteil Fürstenhagen
17258 Feldberger Seenlandschaft
Telefon: +49 (0) 39831 22023

http://www.hotelalteschule.de

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